Landesverband Pferdesport Sachsen e.V. - Donnerstag, 23. Mai 2019
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Fairer Sport - Sicher und sauber durch die Turniersaison

Praktische Informationen zu den Anti-Doping- und Medikamentenkontroll-Regeln für den Pferdesport

 

 

 

Wichtige Informationen

für Kadersportler und Auslandsstarter

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Kaderberufung des Landesverbandes Sachsen in Leipzig

Kader und Stützpunkte für 2019/2020 berufen

 

Traditionell fand im Rahmen der PARTNER PFERD in Leipzig Berufung der Kader des Landesverbandes Pferdesport Sachsen  für die Jahre 2019/2020 sowie die der Stützpunkte und Stützpunkttrainer statt. Neben den Kadersportlern und Landes- sowie  Stützpunkttrainern, nahmen auch Eltern, Heimtrainer und Disziplinverantwortliche an der Veranstaltung teil.

Nach der Begrüßung durch Präsident Andreas Lorenz, blickte dieser in seiner Rede auf die vergangene Sportsaison zurück. äußerte sich in seiner Rede sehr stolz über die Entwicklungen im Nachwuchsleistungssport. Mit 73 neu berufenen Kadern, gibt es sehr viele leistungsorientierte Pferdesportler in unserem Land. Lorenz  dankte den anwesenden Eltern, die ihre Kinder bei ihrem nicht nur zeitintensiven Hobby unterstützen. Aber auch die Trainer, die die Nachwuchssportler fördern, fordern, motivieren und wenn nötig auch mal in die Schranken weisen, haben großen Anteil an den Leistungen.  Die Arbeit des Landesverbandes bewertete Andreas Lorenz sehr positiv. Neben strukturierter Arbeit der Disziplinausschüsse und Landestrainer, fließt ein Großteil des Haushaltes in den Sport und die leistungssportliche Förderung.

„Was den sächsischen Pferdesport im leistungssportlichen Bereich angeht, können wir stolz sein und auf ein sehr ereignisreiches Jahr mit herausragenden Leistungen zurückblicken“, so Lorenz. Als Highlight nannte er die Weltreiterspielen im US-amerikanischen Tryon, bei denen mit Steffen Zeibig im Bereich Para-Dressur und Maria Theresia Till in der Disziplin Reining, also Westernreiten, gleich zwei Sachsen mit den deutschen Teams an den Start gingen und Medaillen nach Sachsen holten.

Im Bereich der Nachwuchssportler machen in den Disziplinen Vielseitigkeit Junge Reiter sowie Pony insbesondere  Katharina Grupen und Josepha Fischer sowie im Bereich Springen Junioren Marvin Jüngel von sich reden. Und das nicht nur national. In der Disziplin Fahren hat es Oliver Böhme durch sehr gute Leistungen in den Bundeskader geschafft.
Andreas Lorenz äußerte sich überaus positiv darüber, dass der Landesverband in der vergangenen Sportsaison nahezu alle Deutschen Meisterschaften, Bundesveranstaltungen und Championate mit sächsischen Pferdesportlern beschicken konnte. „Das ist überaus erfreulich und für einen Verband unserer Größe absolut nicht selbstverständlich.“, lobte er die Leistungen der Sportler und das Engagement von Trainern und Ausschüssen.

Im Weiteren ging der Präsident auf die einzelnen Disziplinen ein.

Voltigieren. Trotz dass die Voltis aus Schenkenberg Ende 2017 mit dem Ausfall von gleich zwei Pferden der Top-Teams arg gestraft wurden, gingen sowohl die Einzelvoltigierer als auch die Teams erfolgreich bei Deutschen Meisterschaften, Deutschen Jugendmeisterschaften sowie nationalen Veranstaltungen und internationalen Wettkämpfen an den Start. „Aber auch Sportler anderer sächsischer Voltigiervereine machten von sich reden und platzierten sich auf vorderen Rängen.“, lobte Lorenz das Engagement in dieser Disziplin.

Vielseitigkeit. „Aber auch in der Disziplin Vielseitigkeit war nicht nur auf den Crossstrecken jede Menge los.“, so Lorenz weiter. Neben den bereits von ihm erwähnten Erfolgen von Katharina Grupen und Josepha Fischer, erwähnte er Christina Schönigers Top Ten-Platzierung beim Preis der Besten. Desweiteren kamen mehrere internationale Siege und Platzierungen, die erfolgreiche Teilnahme von Mannschaften bei den beiden Goldenen Schärpen, dem Bundesnachwuchschampionat und den Deutschen Jugendmeisterschaften sowie beim Preis der Besten zur Aktivitäten- und Erfolgsbilanz der sächsischen Vielseitigkeitsreiter hinzu. Springen. Auch die sächsischen Springreiter waren mehr unterwegs als in den heimischen Ställen. Neben dem Preis der Besten, den Deutschen Meisterschaften, den Süddeutschen Ponymeisterschaften und der Deutschen Jugendmeisterschaft, standen auch bei den Springreiten Sachsens zahlreiche Sichtungs- und Qualifikationsturniere sowie Springserien an. „Erst vorgestern konnte Marlene Franz den Eggersmann-Cup siegreich beenden und Marvin Jüngel belegte Platz zwei im W. Seineke-Cup.“, zeigte sich Andreas Lorenz stolz. „Generell scheint die Erfolgsbilanz von Marvin kein Ende zu nehmen.  Neben erfolgreichen Starts in Jugendprüfungen mischt Marvin auch erfolgreich bei den Großen mit und holte schon zwei Top Ten Platzierungen in Weltranglistenspringen, wie zuletzt vergangenes Wochenende in Neustadt/Dosse.“, erläutert er weiter. Er erwähnte auch Teresa Häsler, die in der Altersklasse Children in der vergangenen Saison u.a. mehrfach bei Championaten mit dem deutschen Team im Einsatz war und bei den Deutschen Jugendmeisterschaften mit Platz vier das Treppchen haarscharf verfehlte.

In Bezug auf die Ponyspringreiter ging er in seiner Rede auf Lilly Künzels mittlerweile zweite Qualifikation zum Finale des Bundesnachwuchschampionates ein. Auch die Bronzemedaille des sächsischen Ponyteams  im Frühjahr beim Süddeutschen Ponyhallenchampionat sowie die die Silbermedaille im Herbst bei den Süddeutschen Ponymeisterschaften wurden erwähnt.

Bronze erritt mit Michael Kölz auch ein anderer sächsischer Springreiter. Und das bei den Deutschen Meisterschaften in Balve. Bei seinem darauffolgenden Start beim CHIO in Aachen fieberte ganz Sachsen mit. Egal ob vor Ort, an den Bildschirmen oder den sozialen Netzwerken. „Einmalig! Danke Micha!“, kommentierte Lorenz als stolzer Präsident.

Dressur. Auch hier blickte Andreas Lorenz auf eine erfolgreiche Saison zurück. Neben der Teilnahme sächsischer Reiter an den Sichtungen zum Preis der Besten und der Deutschen Jugendmeisterschaft, konnte sich mit Anna Lena Frenzel ebenfalls eine sächsische Ponyreiterin zum zweiten Mail zum Bundesnachwuchschampionat qualifizieren. „Auch Alina Schneider sei erwähnt. Sie konnte sich neben nationalen Erfolgen auch mehrfach international in den Top 5 ihrer Altersklasse platzieren.“, ergänzte er. Auch die erstmalige Berufung einer Sportlerin in den L-Kader zeigt, dass sich die sächsischen Dressurreiter auf einem guten Weg befinden, den es weiter zu verfolgen gilt.

Vierkampf. Im Vierkampf konnten wir bereits Anfang des Jahres mit zwei Mannschaften am Bundesvierkampf teilnehmen. Mit tollen Zeiten und guten Ritten, rangierten die beiden Teams letztendlich im guten Mittelfeld. In der Einzelwertung wurde Johanna Glotz mit einer Top Ten-Platzierung geehrt und präsentierte sich auch in der restlichen Saison als Garant für Siege und vordere Platzierungen. Auch mit dem neuen Kader und den Nachwuchsvierkämpfern sind wir sehr gut aufgestellt, an diese Erfolge anzuknüpfen.

Fahren. „Auch im Fahren bleiben wir dran.“, begann der Präsident in dieser Disziplin seine Einschätzung. Die Leistungen der sächsischen Fahrer und ihrer Gespanne werden stetig besser. Die Arbeit des Ausschusses und der Landestrainerin zahlen sich aus. Zu den Deutschen Meisterschaften der Ein- sowie der Zweispänner konnten insgesamt zehn Gespanne entsandt werden. Bei den Zweispännern konnten sich mit Oliver Böhme und Denny Petke gleich zwei Fahrer mit ihren Gespannen in den Top Ten platzieren. Wie bereits erwähnt schrammte Oliver Böhme dabei mit Platz vier knapp an einem Podestplatz vorbei. Bei den Süddeutschen Mannschaftsmeisterschaften gingen drei Mannschaften mit neun Gespannen an den Start.

 

Westernreiten. „Eine tolle Bilanz können wir bei den Westernreitern ziehen.“, zeiget sich der Verbandspräsident auch in dieser Disziplin stolz. Neben den herausragenden Erfolgen von Maria Teresia Till, gingen sächsische Teams und Reiter nicht nur bei den German Open, der Deutschen Meisterschaft der Westernreiter, sondern auch bei regionalen Meisterschaften und Turnieren erfolgreich an den Start. Er war erfreute, auch in diesem Jahr wieder zwei junge Damen in den sächsischen Kader mit aufzunehmen. Kerstin Libuschewski, Vorsitzende der EWU Sachsen unterstütze hier bei der Übergabe der Kaderunterlagen und gratulierte den beiden Sportlern. Sie dankte für die gute Zusammenarbeit der Verbände und freute sich, bei der Veranstaltung dabei zu sein.

 

Besonders stolz äußerte sich der Andreas Lorenz über die Zahl von fünf sächsischen Sportlern, die aktuell in den Bundeskader berufen sind: Oliver Böhme (Fahren), Josepha Fischer (Vielseitigkeit Pony), Katharina Grupen (Vielseitigkeit Junge Reiter), Maria Teresia Till (Westernreiten, Reining) sowie Steffen Zeibig (Para Dressur).

Bevor es an die Übergabe der Urkunden an Stützpunkte und Kader ging, dankte Andreas Lorenz den Kadern, ihren Eltern und Trainern aber auch den Landestrainern, Disziplinverantwortlichen und Unterstützern des sächsischen Nachwuchssportes. Er appellierte insbesondere an die Kadersportler, sich ihrer Verantwortung als Vertreter des sächsischen Leistungssports bewusst zu sein!

 

Die Moderation der Berufungsveranstaltung übernahm Susann Krönert, Geschäftsführerin des Landesverbandes. Nachdem alle Stützpunkte und Sportler berufen waren ging sie auf einige organisatorische Dinge und den Inhalt der an die Kadersportler übergebenen Mappen ein.

 

Für den Fachbeitrag beziehungsweise ein sportfachliches Input konnte in diesem Jahr André Thieme, einer der erfolgreichsten Springreiter Deutschlands, gewonnen werden. Der Mecklenburger Profireiter und Pferdewirtschaftsmeister Reiten, mit eigenem Turnierstall in Karow, gab Einblicke in seine Philosophie und seine Erfahrungen zur zielgerichteten Vorbereitung von (Spring)pferden auf Saisonhöhepunkte.

 

Insgesamt wurden 73 Kader in allen Disziplinen, inklusive 19 L-Kader, die Sachsen in der Vielseitigkeit, Voltigieren und Fahren sowie seit 2019 auch in der Dressur vertreten, berufen.

Ebenfalls bestätigt beziehungsweise berufen wurden die Trainer und Stützpunkte des Landesverbandes:

Leistungsstützpunkte: bestätigt da berufen für den Zeitraum 2017-2020:

Leistungsstützpunkt Reiten in Lengenfeld - Henry Heckel,

Leistungsstützpunkt Fahren in Grumbach - Mario Junghanns,

Leistungsstützpunkt Voltigieren in Schenkenberg - Gerhard Kluger

Talentstützpunkte: Berufen für 2097:

Talentstützpunkt Reiten in Seelitz - Katrin Großer,

Talentstützpunkt Ponyreiten in Lengenfeld Fohlenhof Schöniger - Gunter Schöniger,

Talentstützpunkt Reiten Schwerpunkt Dressur in Werndorf – Sebastian Kriebitzsch,

Talentstützpunkt Voltigieren in Moritzburg - Christin Bäßler

sowie Talentstützpunkt Fahren in Schildau – Carola Slater-Diener.