Beim 24. CSI Neustadt/Dosse vom 7. bis 11. Januar in der Graf von Lindenau Halle konnten sächsische Reiterinnen und Reiter mit zahlreichen Erfolgen glänzen. Sowohl der Nachwuchs als auch unsere erfahrenen Springreiter präsentierten sich stark und trugen zu einem eindrucksvollen Wochenende für den sächsischen Pferdesport bei.

Ein besonderer Fokus lag aus sächsischer Verbandssicht auf dem Finale der Junior Future Tour 2025/2026 und dem Mannschaftsspringen. Schon seit Jahren sind diese beiden Prüfungen ein fester Bestandteil des Turniers und stehen im Fokus der ostdeutschen Junioren und Jungen Reiter U25. In diesem Jahr waren die Felder jedoch stark dezimiert: Wo noch im letzten Jahr 34 Reiter am Start waren, standen nun gerade mal 15 auf der Liste für die finale S*-Prüfung mit Stechen von insgesamt 21 Nennungen. In der Mannschaftswertung gab es nur vier Teams, Thüringen war gar nicht vertreten.

Nach zwei Siegen in Folge bei den Mannschaftsfinals der letzten beiden Jahre war der Druck auf das noch sehr junge sächsische Team unter Leitung von Landestrainer Manfred Kröber groß. Letztendlich blieben Lea Hohmann und Caspar RM für Leisnig als Einzige fehlerfrei im Umlauf, und das Team belegte am Ende den vierten Platz hinter dem siegreichen Team aus Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt auf zwei und Berlin-Brandenburg auf drei.

In der Einzelwertung um das Finale der Junior Future Tour 2025/2026 „rehabilitierte“ sich das Team Sachsen mit überzeugenden Ritten: Gleich als erste Starterin kam Lene Mittasch mit Shania Ecrasant für Baschütz nach einer starken Runde am letzten Sprung ans Holz und platzierte sich auf Platz sechs, noch vor Lea Hohmann. Auch Antonia Häsler mit Luftikus kam noch in die Schleifen. Lisa Marie Jacobs mit Nora Crazy-Lady für Oberlosa als vierte im sächsischen Team war leider nicht platziert.

Auch die erfahrenen Reiter aus Sachsen erzielten Spitzenplätze und machten insbesondere in den Hauptspringen am Samstag und Sonntag von sich reden:

  • Großer Preis der DKB (Samstag): 14 Paare in der Siegerrunde, darunter Felix Wassenberg aus Zwickau mit Elegant de L’ile (Platz 4). Michael Kölz mit Cellato und Manuel Prause mit Cadillac waren ebenfalls in der Siegerrunde platziert.

  • Großer Preis des Landes Brandenburg: Manuel Prause mit Cadillac sicherte sich den dritten Platz.

Weitere Erfolge

Der sächsische U25-Reiter Marvin Jüngel setzte seine Erfolgsserie nach Leipzig auch in Neustadt fort. Mit Odesza HX erzielte er zwei Siege und einen dritten Platz in der Tour der siebenjährigen Youngsters und setzte mit Lightness T zwei zweite Plätze bei den achtjährigen Pferden drauf. Auch mit Kansall und Kandido erritt er weitere Schleifen, wobei Kandido nur knapp den Einzug ins Stechen des Großen Preises verpasste.

Michael Kölz überzeugte zudem mit seinem selbstgezogenen Bento, der am Samstag bei den achtjährigen Youngsters siegte, und konnte mit Cellato und Quinn Lord weitere Platzierungen erzielen.

Felix Wassenberg sicherte sich das Auftaktspringen der Internationalen Tour mit No Limit als Sieger, platzierte Elegant de L’ile auf Rang zwei und Diamaro auf Platz vier. Die Krönung war sein vierter Platz im 150-cm-Springen um den Großen Preis der DKB auf Elegant de L’ile.

Manuel Prause bewies einmal mehr die langjährige erfolgreiche Partnerschaft mit Cadillac, mit dem er den dritten Platz im Großen Preis von Brandenburg belegte, und holte mit dem sechsjährigen Quintago zwei Schleifen für die Plätze fünf und sechs in der Youngstertour.

Insgesamt zeigte das Wochenende eindrucksvoll die Breite und Stärke des sächsischen Pferdesports. Sowohl im Nachwuchsbereich als auch bei den Profis wurden Spitzenleistungen erbracht, die den sächsischen Pferdesport auf nationaler und internationaler Bühne erfolgreich in Szene setzten.