Vom 12.-14. September fand in diesem Jahr zum neunten Mal die Deutsche Amateurmeisterschaft Vielseitigkeit statt. Zum siebten Mal wurde sie in Langenhagen-Twenge ausgetragen. Zum zweiten Mal ging eine Medaille nach Sachsen. Nach Gold für Christian Gärtner in 2019, galoppierte in diesem Jahr Anika Möritz mit Jamira zur Silbermedaille und den Vizemeistertitel.

Mittlerweile hat sich die Deutsche Amateurmeisterschaft Vielseitigkeit fest im Turnierkalender der deutschen Vielseitigkeitsreiter etabliert. Sofern es die individuelle Saisonplanung zulässt, sind dabei auch mitteldeutsche Reiter-Pferd-Paare auf der Startliste der DAM, ausgetragen als CCI3*-S, sowie des Deutschen Amateurchampionats Vielseitigkeit zu finden.

Für die sächsischen Paare hat sich eine Teilnahme in Langenhagen-Twenge bisher immer gelohnt. Im Jahr 2019, bei der dritten Auflage der Deutschen Amateur-Meisterschaften, erritt der Sachse Christian Gärtner den Deutschen Meister-Titel. Der damals 30-jährige Berufschullehrer setzte sich im Sattel von Namibia gegen die Konkurrenz durch.

Auch für Anika Möritz und ihre zwölfjährige, selbst gezogene Stute Jamira (v. Donauklang) begann die DAM mit 34 Punkten in der Dressur und damit dem besten Ergebnis der DAM-Teilnehmer sehr verheißungsvoll. Mit einem unglücklichen Abwurf im Springen rutschte das Paar zwischenzeitlich zwar auf den vierten Rang ab, galoppierte sich in ihrer Lieblingsdisziplin dem Gelände dann aber mit einer blitzsauberen Weste ohne Hindernis- und Zeitfehler zurück aufs Podium der DAM. Endstand: 38,0 Minuspunkte und somit DAM-Silber und der deutsche Vizemeister-Titel.  

Für die 25-jährige Projektingenieurin vom RFV Obercarsdorf u.Umgeb. e.V. war dies bereits der zweite große Erfolg in diesem Jahr nach Einzel-Gold und Team-Silber bei den Europameisterschaften der Ländlichen Vielseitigkeitsreiter im belgischen Minderhout.

Pech bei der DAM in Langenhagen hatte dagegen ihre EM-Teamkollegin Tabea-Marie Meiners mit Ella M. Ein früher Vorbeiläufer im Kurs kostete sie 20 Minuspunkte und Zeitfehler, so dass sie vom dritten Platz nach Dressur und Springen ins hintere Feld durchgereicht wurde.

In der offenen Wertung des CCI3*-S erritten Anika und „Jami“ Platz 16 der 64 Starter. Der Sieg ging an Antonia Baumgart mit Ris de Talm (30,3 Minuspunkte) vor einem weiteren Mitglied des deutschen Silberteams der Ländlichen EM, Felicia von Baath mit Donna Fiderella (30,9), die sich damit den Titel der Hannoverischen Landesmeisterin sicherte.