Was für ein Einstand bei den Jungen Reitern! Pita Schmid und Favorita V gewinnen bei der Europameisterschaft der Vielseitigkeit im schwedischen Segersjö die Bronzemedaille in der Einzelwertung und sichern sich gemeinsam mit dem deutschen Team die Goldmedaille.

Ende August traf sich der europäische Vielseitigkeitsnachwuchs im schwedischen Segersjö zu den Europameisterschaften der Junioren und Jungen Reiter. Die anspruchsvollen Geländestrecken rund um das Herrenhaus in der Nähe von Örebro boten dabei eine malerische, zugleich aber äußerst anspruchsvolle Kulisse. Besonders die zahlreichen Wasserhindernisse stellten die Nachwuchsreiterinnen und -reiter vor große Herausforderungen.

Für den deutschen Vielseitigkeitsnachwuchs wurde die Reise nach Schweden zu einem außergewöhnlichen Erfolg. Sowohl die Junioren als auch die Jungen Reiter sicherten sich Mannschaftsgold. Bei den Jungen Reitern gewann Mathies Rüder mit Hjoptimus den Europameistertitel, während die sächsische Reiterin Pita Schmid mit Favorita V die Bronzemedaille in der Einzelwertung erritt.

Sechste EM in Folge
Für Pita Schmid war die Europameisterschaft in Segersjö ein ganz besonderer Meilenstein. Nach drei Europameisterschaften im Ponysattel und zwei Championaten bei den Junioren ging die junge Sächsin nun erstmals bei den Jungen Reitern U21 an den Start – bereits ihre sechste Europameisterschaft in Folge.

Der Übergang vom Ponysport über die Junioren bis hin zu den Jungen Reitern gelang Pita dabei nahtlos. Bereits von 2021 bis 2023 gehörte sie mit ihrem Pony Sietlands Catrina zum deutschen EM-Aufgebot. Mit Favorita V gewann sie 2024 Mannschaftsgold bei den Junioren und etablierte sich auch in der neuen Altersklasse unmittelbar in der europäischen Spitze.

Auch wenn die Europameisterschaft 2025 in Strzegom für Pita und Favorita V mit Platz 29 in der Einzelwertung und Rang fünf für das deutsche Juniorenteam nicht nach Wunsch verlief, setzte die junge Sächsin ihren Weg konsequent fort. Seit 2021 wurde sie Jahr für Jahr für die deutschen Europameisterschaften nominiert und gehörte dabei immer wieder zu den Leistungsträgerinnen der deutschen Mannschaften.

Persönliche Bestleistung und Bronze in der Einzelwertung
In Segersjö folgte nun der nächste große Meilenstein. Bereits in der Dressur wuchsen Pita Schmid und Favorita V über sich hinaus und erzielten ihre bisherige persönliche Bestleistung.

Auch im Gelände zeigte das Paar seine ganze Klasse. Auf der anspruchsvollen 4.820 Meter langen Strecke mit zahlreichen Wasserhindernissen blieben Pita und Favorita fehlerfrei und kamen sogar drei Sekunden unter der erlaubten Zeit ins Ziel. Damit rückten sie vor dem abschließenden Springen auf Rang vier der Einzelwertung vor.

Der Parcours erwies sich als anspruchsvoll, doch Pita und Favorita kassierten lediglich 0,8 Zeitfehler. Mit insgesamt 30,4 Minuspunkten sicherten sie sich schließlich die Bronzemedaille. Gold gewann Mathies Rüder mit Hjoptimus, Silber ging an Elizabeth Barrat aus Großbritannien.

Gold für das deutsche U21-Team
Gemeinsam mit Mathies Rüder mit Hjoptimus, Carl Voigt mit Descansado FRH und Silva Kelly mit Calypo gewann Pita Schmid zudem souverän die Goldmedaille in der Mannschaftswertung.

Mit 86,9 Minuspunkten hatte das deutsche Team am Ende einen deutlichen Vorsprung auf Großbritannien, das mit 117,7 Minuspunkten Silber gewann. Frankreich sicherte sich Bronze.

Nach dem Sieg beim Preis der Besten, der Bronzemedaille bei den Deutschen Meisterschaften und dem zweiten Platz bei der letzten EM-Sichtung in Hamm hatte sich Pita Schmid gemeinsam mit Favorita V mit starken Leistungen für den Saisonhöhepunkt empfohlen. In Segersjö bestätigten beide eindrucksvoll ihre Klasse.

Der nahtlose Übergang vom Pony- über den Junioren- bis nun in den Junge-Reiter-Sport, sechs Europameisterschaften in Folge und immer wieder starke Leistungen für die deutschen Mannschaften machen Pitas sportliche Entwicklung der vergangenen Jahre außergewöhnlich.

Mit ihrer „Helene“ hat sie sich bei ihrer ersten Europameisterschaft der Jungen Reiter nun mit persönlicher Bestleistung, Einzelbronze und Mannschaftsgold selbst belohnt.