Vom 4. bis 7. Juni trafen sich die besten deutschen Ponyvielseitigkeitsreiter zur Goldenen Schärpe Ponys in Löningen, einer Hochburg der Ponyzucht und des Ponysports im Pferdesportverband Weser-Ems. Für den Landesverband Pferdesport Sachsen gingen sechs Reiterinnen-Pony-Paare an den Start und überzeugte mit konstant guten Leistungen in allen Teilprüfungen. Am Ende durfte sich die sächsische Mannschaft über einen hervorragenden vierten Platz unter 24 gestarteten Teams freuen.
Zum erfolgreichen Team Sachsen gehörten Pia Lehmann mit Domino, Luna Marie Schmidt mit Schirocco, Anni Schulz mit Wiesenguts Maresciallo, Anselma Zimmermann mit Romina Gold sowie Frieda Zschemisch mit Promise Tiffany. Betreut wurde die Mannschaft von Mannschaftsführerin Anja Schöniger. Hanna Seidel vertrat die sächsischen Farben zusätzlich als Einzelreiterin mit Schoensgreen Haselmaus.
Nur knapp verpasste das sächsische Team den Sprung auf das Podium. Geschlagen geben mussten sich die sächsischen Nachwuchsreiterinnen lediglich den Mannschaften Westfalen IV, Weser-Ems II und Hannover IV. Besonders bemerkenswert ist dieses Ergebnis vor dem Hintergrund, dass Sachsen – anders als die drei erstplatzierten Landesverbände – lediglich ein Team stellte.
Die Goldene Schärpe gilt seit Jahrzehnten als einer der wichtigsten Nachwuchswettbewerbe im Vielseitigkeitssport. Neben den reiterlichen Leistungen werden auch theoretisches Wissen, der Umgang mit dem Pony sowie die körperliche Fitness bewertet. Die Teilnehmer müssen sich in den Disziplinen Dressur, Stilspringen, Stilgeländeritt, Theorie, Vormustern und Fitnesstest beweisen.
Der Wettbewerb begann am Freitag mit der Dressurprüfung der Klasse E. Aufgrund der starken Regenfälle in den Tagen zuvor wurde die Prüfung kurzfristig auf einen Rasenplatz verlegt. Über das beste Ergebnis aus sächsischer Sicht konnte sich Pia Lehmann im Sattel von Domino freuen: die Richter vergaben für ihren Ritt 8,0. Anschließend sammelte die fünf Amazonen weitere 8,5 Punkte als Teamleistung in der Theorieprüfung sammeln.
Am Samstag zeigte sich das eher durchwachsene Wetter des Wochenendes von seiner freundlichen Seite. Bei Sonnenschein und besten Bedingungen stand das Gelände als wohl liebste Teildisziplin aller auf dem Programm. Der rund 1.100 Meter lange Kurs führte über 13 liebevoll gestaltete Hindernisse und verlangte von den Nachwuchsreitern Konzentration, Mut und harmonisches Reiten. Besonders überzeugen konnte hier Anselma Zimmermann mit Romina Gold, die mit der Wertnote 8,8 das beste Geländeergebnis für Sachsen erzielte. Auch Anni Schulz und Wiesenguts Maresciallo präsentierten sich mit einer 8,2 absolut souverän im Gelände, während auch Luna Marie Schmidt mit Schirocco und einer 7,9 ebenfalls wichtige Punkte für das Mannschaftsergebnis sammelten.
Der Sonntag begann mit dem Vormustern auf zwei Bahnen, bevor im abschließenden Springen die letzten Punkte vergeben wurden. Für das Vormustern von Wiesenguts Maresciallo erhielt Anni Schulz die hervorragende Wertnote 9,5 und erzielte damit das beste sächsische Ergebnis. Knapp gefolgt von ihren Teamkolleginnen Frieda Zschemisch mit Promise Tiffany und Pia Lehmann mit Domino die Wertnote 9,0 erhielten, wodurch das sächsische Team die meisten Punkte aller Mannschaften im Vormustern sammelte.
Im anspruchsvollen Parcours glänzte insbesondere Luna Marie Schmidt mit Schirocco und erritt mit einer wunderbaren Runde Wertnote 8,6.
Anschließend folgte die große Siegerehrung, die aufgrund erneuter Wetterkapriolen in die Reithalle verlegt werden musste.
Mit einer Gesamtpunktzahl von 357,5 Punkten belegte das Team Sachsen einen ausgezeichneten vierten Platz in der Mannschaftswertung. Auch in der kombinierten Einzelwertung konnten die sächsischen Reiterinnen überzeugen. Das beste Ergebnis erzielte Luna Marie Schmidt mit Schirocco, die sich in der zweiten Abteilung mit 118,10 Punkten auf Rang zehn platzierte. Ebenfalls in dieser Abteilung erreichten Anselma Zimmermann und Romina Gold mit 115,10 Punkten einen starken 17. Platz. In der ersten Abteilung belegte Anni Schulz mit Wiesenguts Maresciallo mit 111,0 Punkten den 21. Platz.
Großer Jubel herrschte bei den Reiterinnen, ihren mitgereisten Müttern und Mannschaftsführerin Anja Schöniger über dieses starke Abschneiden auf Bundesebene. Der vierte Platz in der Mannschaftswertung sowie drei Platzierungen in der Einzelwertung unterstreichen die erfolgreiche Nachwuchsarbeit im Vielseitigkeitssport des Landesverbandes Pferdesport Sachsen.
Ein herzlicher Dank gilt dem gastgebenden Veranstalter, den Eltern und Unterstützern sowie Mannschaftsführerin Anja Schöniger, die das Team während des gesamten Wochenendes engagiert betreute und begleitete.