Kurz und strukturiert gestaltete sich die Tagesordnung der diesjährigen Delegiertenversammlung des Landesverbandes Pferdesport Sachsen e.V., die am 30. März 2026 im Hotel „Schwarzes Roß“ in Siebenlehn stattfand. Neben den turnusmäßigen Berichten zum Geschäftsjahr 2025 sowie der Finanzplanung 2026 standen insbesondere mehrere Satzungsänderungen im Fokus der Versammlung.
Nach der Begrüßung durch Präsident Matthias Barth und dem ehrenden Gedenken an die verstorbenen Verbandsmitglieder wurde die ordnungsgemäße und fristgerechte Einberufung der Delegiertenversammlung festgestellt. Ebenso wurde die Beschlussfähigkeit bestätigt. Im Anschluss wählten die Delegierten den Präsidenten als Versammlungsleiter und bestätigten einstimmig die vorliegende Tagesordnung.
Es folgte der umfassende Rechenschaftsbericht des Präsidenten Matthias Barth über die Arbeit des Präsidiums im Jahr 2025. In bewährter Form wurden die Inhalte durch Präsentationen der Geschäftsstelle, unter Leitung von Geschäftsführerin Susann Krönert, unterstützt. Thematisch spannte der Bericht erneut einen breiten Bogen – von Mitgliederentwicklung und Verbandsstruktur über die Arbeit im Haupt- und Ehrenamt bis hin zu den Aktivitäten der Sächsischen Pferdesportjugend, der Aus- und Fortbildung sowie dem Turnier-, Breiten- und Leistungssport als auch den Einfluss der Gesellschaftlichen Entwicklungen auf den Pferdesport. Besonders hervorgehoben wurden die konstant guten Leistungen der sächsischen Aktiven sowie das Engagement der Veranstalter und die kostruktive Zusammenarbeit der Akteure der Pferdewirtschaft in Sachsen.
Im Anschluss präsentierte Schatzmeister Thomas Vos den Finanzbericht für das Jahr 2025 sowie die Planung für 2026. Der Verband konnte erneut ein positives Ergebnis für das Jahr 2025 vorlegen. Der Haushaltsplan für 2026 wurde ausgeglichen aufgestellt und bildet mit einem insgesamt optimistischen Ausblick eine solide Grundlage für die weitere Verbandsarbeit.
Den Empfehlungen der Kassenprüfer folgend, beschlossen die Delegierten einstimmig die Genehmigung des Rechenschaftsberichts sowie des Finanzabschlusses 2025. Ebenso wurde die Finanzplanung 2026 bestätigt und das Präsidium für das Geschäftsjahr 2025 entlastet.
Bevor die anstehenden Satzungsänderungen vorgestellt wurden, richteten die anwesenden Ehrengäste ihre Grußworte an die Versammlung. Frau Annett Bugner vom Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL), Dr. Frank Pfeil, Präsident des Landessportbundes Sachsen (LSB), sowie Dr. Kai-Uwe Sprenger vom Pferdezuchtverband Sachsen-Thüringen würdigten die erfolgreiche Arbeit des Verbandes und unterstrichen die Bedeutung der Zusammenarbeit im Pferdesport.
Im Anschluss stellte Geschäftsführerin Susann Krönert die durch den Vorstand selbst eingereichten Satzungsänderungen vor. Die Delegierten stimmten den Anpassungen zu und setzten damit wichtige Impulse für die zukünftige Verbandsarbeit:
- Mit der Aufnahme eines neuen Absatzes zum Kinderschutz in § 2 bekennt sich der Verband klar zu umfassenden Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche sowie zu deren körperlicher und seelischer Unversehrtheit.
- Die Weiterentwicklung der Landeskommission (LK) beinhaltet unter anderem die Möglichkeit zur Einrichtung einer Disziplinarkommission sowie organisatorische Anpassungen in Struktur und Aufgaben.
- Mit dem neu eingefügten § 22a wurde eine Disziplinarkommission geschaffen, die künftig für die Ahndung von Verstößen gegen Regelwerke, Fairness und Tierwohl zuständig ist.
- Ergänzend wurde eine Gender-Klausel in die Satzung aufgenommen, die die Gleichbehandlung aller Personen unabhängig von der gewählten Sprachform unterstreicht.
Nach einer intensiven Diskussion u. a. zu den Themen Qualifizierungszeiten in Sachsen, der Bedeutung des Basissports sowie der Selbstverantwortung des Pferdesports im Hinblick auf die Nutzung des Pferdes und dessen Stellenwert in der Gesellschaft, nutzte Präsident Matthias Barth seine abschließenden Worte für Dank und Motivation. Unter dem Leitgedanken „Lasst uns weiterhin mit Herzblut für das Pferd zusammenhalten, dann wird der Pferdesport nicht sterben“ bedankte er sich bei den Delegierten für das Vertrauen sowie bei allen haupt- und ehrenamtlich Tätigen für ihr großes Engagement.
Mit einem zuversichtlichen Ausblick auf die kommenden Aufgaben und Entwicklungen im Jahr 2026 schloss er die Delegiertenversammlung.