Vom 16. bis 19. Juli 2026 stand die Pferdesport-Arena Schildau ganz im Zeichen des Fahrsports. Bei den Deutschen Meisterschaften der Einspänner Pferde, Einspänner Ponys, Pony-Vierspänner und Para-Fahrer kämpften Deutschlands beste Gespanne in Dressur, Kegelfahren und Gelände um die nationalen Titel. Ergänzt wurde das Meisterschaftsprogramm durch offen ausgeschriebene Prüfungen, unter anderem für die Vierspänner Pferde.

Für den Landesverband Pferdesport Sachsen war die Veranstaltung ein besonderes Highlight: Als Gastgeberverband durfte Sachsen die nationale Fahrsportelite begrüßen. Die Privilegierte Schützengilde Schildau e. V. stellte gemeinsam mit zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern erneut unter Beweis, warum die Pferdesport-Arena Schildau zu den bedeutendsten Fahrsportstandorten Deutschlands zählt. Hervorragend präparierte Prüfungsplätze, anspruchsvolle Geländehindernisse und die professionellen Rahmenbedingungen sorgten für eine würdige Deutsche Meisterschaft.

Sportlich setzten sich in den Meisterschaftswertungen erfahrene Spitzenfahrer durch. Die Titel gingen an Anne Unzeitig mit De Niro (Einspänner Pferde), Tobias Bücker mit Double Dream (Einspänner Ponys), Steen Brauchle im Pony-Vierspänner sowie Alexandra Sievers mit Equistar Lucie im Para-Fahren.

Auch die sächsischen Gespanne gingen vor heimischer Kulisse an den Start und stellten sich der starken Konkurrenz. Bei den Einspännern Pferde erreichte der in Sachsen ansässige Lars Krüger mit seinem Nachwuchspferd DSP Fenne Lilly einen hervorragenden 10. Platz und wurde im Anschluss als Einzelfahrer für die Weltmeisterschaft der Einspänner Anfang September in München nominiert. Lukas Rudolph mit Nicolett-Adali belegte Rang 21, Tino Seifert mit Graf von Brühl Rang 22. Peter Zaspel musste die Meisterschaft nach der Geländeprüfung vorzeitig beenden.

Bei den Pony-Vierspännern lag die größte sächsische Hoffnung auf Nicky Paluszek. Nach einer hervorragenden Dressur startete er als Drittplatzierter in die weiteren Teilprüfungen und beendete die Meisterschaft nach einem anspruchsvollen Gelände auf Rang 7. Friederike Vogel erreichte Platz 5, Mariann Vettermann Platz 6 und Thomas Landgraf Platz 9. Damit konnten sich vier sächsische Gespanne unter den besten zehn der Deutschen Meisterschaft platzieren.

Auch in den offenen Prüfungen war Sachsen erfolgreich vertreten: Kai Pohlers gewann die Prüfung der Vierspänner Pferde und setzte damit vor heimischer Kulisse ein sportliches Ausrufezeichen.

Auch wenn die erhoffte Medaille für Sachsen ausblieb, bleibt die Deutsche Meisterschaft Fahren 2026 in Schildau ein gelungenes Heimspiel. Die Veranstaltung war beste Werbung für den Fahrsport und zeigte eindrucksvoll, was durch Erfahrung, Engagement und ehrenamtlichen Einsatz im Pferdesport möglich ist.

Der Landesverband Pferdesport Sachsen bedankt sich herzlich bei der Privilegierten Schützengilde Schildau e. V., dem Organisationsteam, allen Helferinnen und Helfern, Sponsoren und Unterstützern für eine herausragende Veranstaltung und gratuliert allen Deutschen Meisterinnen und Meistern sowie allen Platzierten.