Der Sächsische NK1-Reiter Max Haußer-Knabe ging mit seinem Pony Nighthawk bei der Europameisterschaft der Ponyreiter vom 30. Juli bis 2. August an den Start. Neben den Vielseitigkeitsreitern zu denen Max gehört, trugen auch die Dressur- sowie Spring-Ponyreiter sowie die Dressur Junioren U18 sowie Children U14 bei dieser EM ihre Titelkämpfe im französischen LeMans aus. Gleichzeitig fand auch die Europameisterschaft im Horseball statt.
Direkt aus dem vorgelagerten Trainingslager am Bundesstützpunkt in Warendorf angereist, bezogen die Busch-Ponys am Sonntag ihre Boxen. Das Starterfeld in der Vielseitigkeit war mit 45 Paaren groß und leistungsmäßig hochkarätig besetzt. Sechs Paare kamen aus Deutschland, darunter auch Max mit seinem „Honki“.
Die beiden gingen als Einzelreiter an den Start und beendeten ihr EM-Debüt als zweitbestes deutsches Paar ohne Hindernisfehler im Gelände und einem Endstand von lediglich 44,0 Minuspunkten auf Platz 15 der Endergebnisliste.
Bereits in der Dressur legte der sympathische Reiter vom RV Großhennersdorf und sein 9-jähriger Pony-Wallach mit 30 Punkten und damit 70% eine sehr gute Grundlage und starteten von Platz 13 ins Gelände. Dieses hatte es in sich und war selbst für eine Europameisterschaft sehr anspruchsvoll gebaut. Das zeigte auch das Ergebnis, denn 11 Paare beendeten den Cross-Country-Course nicht. Max und Honki gehörten nicht dazu, sondern überwanden zuverlässig und souverän die 22 Hindernisse mit 40 Sprüngen. Lediglich Zeitfehler mussten die beiden verbuchen. Over-Night ergab dies Platz 16.
Nach einem „accepted“ beim Vet-Check am Sonntagmorgen galoppierten die beiden motiviert ins abschließende Springen mit einem erneut sehr technisch gebauten Parcours. Leider fehlte den beiden Sachsen das kleine Quäntchen Glück und so fielen zwei Stangen, von denen eine auf Honkis Kappe und die Stange in der Kombination auf Max‘ Kappe ging. Auch wenn das sicherlich ein kleiner Wehrmutstropfen für Max ist, so ist die das Ergebnis, eine EM im vorderen Dritten und darüber hinaus als zweitbestes deutsches Paar zu beenden grandios und alle Ehren wert!
Lieber Max, wir sind von Herzen stolz auf dich und Nighthawk und gratulieren Dir und dem Team „dahinter“ ganz herzlich zu deinen grandiosen Ritten!! Kommt gut zurück in die sächsische Heimat!
Bronze für da deutsche Team
Das deutsche VS-Pony-Team mit Milla Stade, Julia Maria Lendtrodt, Emma Fischer und Lena Brügger konnte sich nach einem spannenden Auf und Ab – oder besser Ab und Auf die Bronzemedaille in der Teamwertung erkämpft. Maßgeblich daran beteiligt war die Deutsche Meisterin Milla Staade mit Charleen San, die zusätzlich mit Einzelsilber belohnt wurde.
Verheißungsvoll nach der Dressur mit nur 81,4 Minuspunkten auf der Spitzenposition liegend, hatten einige Teamreiter im schweren Gelände Pech: zwei Vorbeiläufer für Julia Maria Lendtrodt mit Best Performance, ein Fehler für Emma Fischer mit Mas que Dos an einem sehr schmalen Trapez und ein unglücklicher Sturz aus dem Sattel und damit den Ausschluss am dritten Wasser für Lena Brügger mit Next Generation. Schlussreiterin Milla Staade galoppierte mit Charleen San ohne Hindernis- und nur wenigen Zeitfehlern ins Ziel. Lediglich die Gastgeber Frankreich blieben 4x fehlerfrei und in der Zeit und setzten sie sich damit am Geländetag mit einem Riesenabstand vom Rest des Feldes ab. Die Briten kamen daran noch am dichtesten heran, aber auch sie waren zum Springen, genau wie die Deutschen, nur noch mit drei Paaren in Wertung. Im abschließenden Springen behielten die Franzosen die Führungen und erritten Gold, die Britten knapp dahinter Silber. Hochspannend das Duell „dahinter“ zwischen den Niederlanden und Deutschland – beide nur noch zu dritt – um Platz drei. Auch hier hatte es Milla Staade in der Hand und mit ihrem fehlerfreien Springen verhalf sie dem Deutschen Team zu Bronze.
In der Einzelwertung entschied erst die Nullrunde der letzten Starterin, der Französin Ella Rinaldi über die Medaillenvergabe: Gold für Rinaldi/FRA (25,5 Minuspunkte) und Silber für Milla Staade (25,8 Minuspunkten) als Deutschland. Bronze ging an die Britin Annabel Ridgway.