Nach ihren starken Leistungen beim „Preis der Besten“ in Warendorf wurden die beiden sächsischen U14-Reiterinnen Melia Untenzu und Johanna Martha Liebergeld für die Future Champions Hagen a.T.W. (10.–14. Juni 2026) nominiert. Das internationale Jugendturnier gilt als „Aachen der Jugend“ und zählt zu den bedeutendsten Veranstaltungen des Nachwuchsreitsports weltweit.

Melia Untenzu startete in der Dressur mit Der Goldschatz, Johanna M. Liebergeld vertrat Sachsen im Springen mit Landolin und Rocky rocks Forever. Alle Pferde wurden nach dem Vetcheck für die internationalen Prüfungen zugelassen.

SPRINGEN
Im ersten Springen der Children-Klasse mit mehr als 100 internationalen U14-Paaren zeigte Johanna Liebergeld mit Landolin eine schnelle Runde, musste jedoch einen Abwurf hinnehmen. Rocky rocks Forever verweigerte nach einem unglücklichen Vorfall beim vorherigen Turnier mehrfach am ersten Sprung, weshalb das Paar vorsorglich aus dem weiteren Turnierverlauf genommen wurde.

Deutlich erfolgreicher verlief das Zwei-Phasen-Springen über 125 cm am zweiten Turniertag. Mit einer fehlerfreien und schnellen Runde belegten Johanna und Landolin Platz 18 unter 98 Startern. Im Nationenpreisspringen der Einzelreiter über 130 cm gelang dem Paar trotz anspruchsvoller Bedingungen eine weitere fehlerfreie Runde, die mit einem hervorragenden 4. Platz belohnt wurde. Im abschließenden Grand Prix über 130 cm bedeuteten vier Strafpunkte Rang 31 von 79 Startern.

DRESSUR
Für Melia Untenzu war Hagen der erste internationale Start ihrer Karriere. Gemeinsam mit Der Goldschatz absolvierte sie drei Prüfungen in der Children-Tour. Die beeindruckende Atmosphäre sowie Dauerregen und starker Wind stellten Pferd und Reiterin vor besondere Herausforderungen.

Während sich das Paar in den ersten beiden Prüfungen noch an die Bedingungen gewöhnte, gelang in der abschließenden Prüfung am Sonntag eine überzeugende Vorstellung. Trotz einiger Unruhe durch den Sturm erreichten Melia und Der Goldschatz 70,03 Prozent und damit ihre erste internationale Platzierung. Der sechste Platz stellt einen besonderen Erfolg für das junge Paar dar.

Mit Top-Ten-Platzierungen im Springen und in der Dressur präsentierten sich die sächsischen Nachwuchsreiterinnen bei den Future Champions Hagen auf internationalem Niveau und unterstrichen eindrucksvoll das Potenzial des sächsischen Reiternachwuchses.

Einen ausführlichen Bericht gibt’s in Ausgabe 7/2026 des Magazins „PFERDE in Mitteldeutschland“.