Leipzig – Es ist einfach kein Vorbeikommen an Marvin Jüngel auf der PARTNER PFERD 2026, präsentiert von der Sparkasse Leipzig und der Sparkassen-Finanzgruppe Sachsen: Nach Siegen in beiden Qualifikationsprüfungen der Siebenjährigen konnte er auch das Finale, ein Zwei-Phasen-Springen im Sattel von Odesza HX erneut für sich entscheiden. Bei den Achtjährigen hatte Tom Schewe mit Amanda Blue Nase vorne.

Das Leipziger Publikum kommt aus dem Jubeln für Lokalmatador Marvin Jüngel gar nicht mehr heraus – bereits den fünften Sieg an diesem Wochenende konnte er heute Vormittag feiern. Die Kempinski-Tochter Odesza HX konnte nicht nur beide Qualifikationen, sondern nun auch das Finale der Theurer Trucks 2GO Youngster Tour gewinnen. Das Gefühl ist für Marvin dennoch immer wieder atemberaubend: „Ich genieße jede Ehrenrunde hier in Leipzig unheimlich, wer weiß, ob man das noch einmal schafft, hier so oft zu gewinnen!“. Der Plan für das Finale war nach den beiden Qualifikationssiegen klar: „Ich hatte als letzter Starter ja noch gut Zeit zu gucken, weiß aber ohnehin, dass sie einfach ein schnelles Pferd ist. Ich wollte also einfach eine gute Nullrunde drehen!“, so Jüngel. Mit Erfolg: Fehlerfrei in 27,77 Sekunden absolvierte das Paar die zweite Phase. Die Stute habe das Wochenende unheimlich viel richtig gemacht – nun gibt es erstmal wieder eine wohlverdiente Pause. Und dann? „Mehr Pause, um dann noch mehr zu gewinnen!“ lacht Jüngel.  

Das freut auch David Will, dem die Stute gemeinsam mit seinem Geschäftspartner, Europameister Richard Vogel gehört. Was der weitere Plan für Odesza HX ist? „Sie bleibt auf jeden Fall erstmal bei Marvin – never change a winning team. Das könnten wir auch nicht besser!“ schmunzelte Will nach dem Sieg der Beiden. Ein ordentliches Kompliment für Jüngel also. Es bleibt spannend, wie die Stute sich entwickelt – aktuell sei sie ihrem Alter eindeutig voraus, so Will. Gute Vorzeichen also für eine erfolgreiche Zukunft!

Die jeweils besten zwölf Paare der beiden Qualifikationen hatten sich für das Finale der Theurer Trucks 2GO Youngster Tour empfohlen. Platz zwei bei den Siebenjährigen ging an Mario Stevens und die Checkter-Tochter Coachella: 28,65 Sekunden benötigten sie für die zweite Phase. Coachella ist auch der Name der Drittplatzierten: Die von Cascadello Boy abstammende Stute hatte mit Laura Klaphake im Sattel zwar die schnellste Zeit, jedoch einen Abwurf in der zweiten Phase (4/27,15).

Für den Sieger bei den Achtjährigen, Tom Schewe, ist klar: Seine Amanda Blue v. Action Blue ist etwas ganz Besonderes. Er hält große Stücke auf die Stute, die er erst im vergangenen Sommer nach seinem Start beim 5*-Turnier in Aachen unter den Sattel bekommen hatte. Als vorletzter Starter konnten die Beiden alle Stärken der Stute ausspielen: Fehlerfrei in 25,37 Sekunden absolvierten sie die zweite Phase. Ob er danach noch nervös war, weil Felix Hassmann, bekannt als durchaus schneller Reiter, ihn als letzter Starter noch um den Sieg hätte bringen können? „Man zittert natürlich immer nochmal, aber bei Amanda – da kann man eigentlich ruhig bleiben. Die muss man erstmal schlagen können!“ lacht er. Auf Platz zwei rangierten Frederic Tillmann und sein United H&b v. Uriko (0/26,79 Sekunden). Über den dritten Rang konnte sich Marco Kutscher, gestern noch Teil der Jury des Prestige Goldenen Sattels freuen: Fehlerfrei absolvierte er die zweite Phase mit Chacboy Blue BW v. Chacoon Blue, 27,43 Sekunden.

Finaltag in der EN GARDE Amateur Trophy
Am Morgen stand für die Amateure zunächst das Finale der EN GARDE Amateur Trophy powered by hooved an – jeweils die besten zwölf Paare der Small, Medium und Large Tour durften sich der Springprüfung mit direkt anschließendem Stechen stellen. In der Small Tour konnten sich Greta Buschmann und die siebenjährige Quibell T v. Qualito mit einer schnellen fehlerfreien Runde in 35,85 Sekunden über den Sieg freuen. In der Medium Tour waren Lisann Inga Böttcher und Stolzer Jung v. Stolzenberg sogar noch etwas schneller: Lediglich 33,48 Sekunden benötigten sie für den Stechparcours. In der Large Tour über 1,40m war kein Vorbeikommen an Luna Schröder und ihre Stute Bangkok Danfer v. Diamant de Semilly: 0/35,45 Sekunden im Stechen lautete ihr Ergebnis.

FEI Driving World Cup™ in Leipzig: Dries Degrieck fährt der Konkurrenz davon 
Der FEI Driving World Cup™ im Rahmen der PARTNER PFERD 2026 ist entschieden: Der Belgier Dries Degrieck konnte im Drive-off als einziger fehlerfrei bleiben und den Sieg mit nach Hause nehmen. Zweiter wurde Vorjahressieger Bram Chardon aus den Niederlanden. Die Bilanz der PARTNER PFERD 2026 fällt derweil durchweg positiv aus.

Wenn bei der PARTNER PFERD in Leipzig die Messehalle bebt, dann sind die Vierspänner wieder unterwegs. Neben den vorzüglichen Bedingungen, die die Fahrer für ihren Sport hier vorfinden, ist es auch die Begeisterung des Leipziger Publikums, das die weltbesten Fahrer in die Messestadt lockt – so auch in diesem Jahr.

Der Belgier Dries Degrieck schaffte es im FEI Driving World Cup™ heute als einziger Teilnehmer sowohl im ersten Parcours wie auch im entscheidenden Drive-off ohne Fehler ins Ziel. 148,37 Sekunden zeigte die Ergebnistafel an, das war der Sieg. „Es war ein wirklich enges Rennen hier in Leipzig“, kommentierte er den Wettkampf. „Ich bin zum dritten Mal in Leipzig, genieße die tolle Atmosphäre hier. Dass ich jetzt auch noch gewonnen habe, freut mich natürlich ganz besonders. Meine Pferde sind im Laufe der Saison immer besser und schneller geworden, heute waren sie in Bestform“.

Mit seinen fehlerfreien Runden konnte Degriek den Vorjahressieger Bram Chardon schlagen: Der Niederländer leistete sich im Drive-off an einem Tor einen Abwurf, 150,68 Sekunden bedeuteten Platz zwei. Auch Bram Chardon war des Lobes voll über den Veranstaltungsort Leipzig. „Hier ist nahezu alles perfekt. Die Unterbringung, die Trainingsmöglichkeiten, die große Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Verantwortlichen. Danke an alle, die diese fantastischen Bedingungen geschaffen haben“. Ein Dankeschön ging auch an seine Pferde die „im Laufe der Saison immer lustiger geworden sind! Jetzt muss ich nur noch ohne Abwurf fahren, an den Pferden liegt es nicht“, sagt er augenzwinkernd.

Der Australier Boyd Exell reihte sich auf dem für ihn ungewohnten dritten Rang ein, 161,80 Sekunden nach zwar flotter, aber mit drei Abwürfen belasteten Fahrt standen im Protokoll. Dennoch äußerte er sich recht zufrieden. „Ich bin erst am Mittwoch aus Australien zurückgekommen, die Vorbereitung war also nicht ideal. Außerdem habe ich mit Maverick vorn ein unerfahrenes Pferd angespannt, er hat seine Sache sehr gut gemacht“. Lob und Dank auch vom Weltmeister Exell für die Veranstaltung und den Wettkampf: „Neben Stuttgart und London ist Leipzig einer der drei besten Veranstaltungsorte für unseren Sport. Danke, dass wir hier sein dürfen, danke dass ich mit einer Wildcard hier fahren durfte. Wir konnten heute tollen Sport zeigen, der Parcours war sehr schnell, fair und pferdefreundlich gebaut“.

An vierter Stelle rangierte Anna Sandmann, die ihre erste Saison im FEI Driving World Cup™ fährt. Sie blieb im ersten Parcours ohne Abwurf, verfehlte jedoch knapp die Teilnahme am Stechen. Dennoch strahlte sie. „Ich bin mit meiner ersten Indoor-Saison sehr zufrieden. Meine Pferde sind immer besser geworden, es hat mir ganz viel Spaß gemacht“. Für das im Februar in Bordeaux stattfindende Finale konnte sie sich noch nicht qualifizieren, viel Lob von Bundestrainer Karl- Heinz Geiger bekam sie dennoch. „Anna hat das ganz, ganz toll gemacht heute, sie wird immer besser“.

Weltcup-Sieg für Steve Guerdat im Großen Sparkassen-Preis von Leipzig
Spannend war es im Großen Sparkassen-Preis von Leipzig beim Longines FEI Jumping World Cup™: Als erster Teilnehmer des Stechens hatte Steve Guerdat mit Albfuehren`s Iashin Sitte vorlegen müssen. Das gelang dem Schweizer. Er siegte vor Simon Delestre aus Frankreich und dem Deutschen Gerrit Nieberg.

Ein Stechen ganz nach Plan konnte Steve Guerdat mit Albfuehren`s Iashin Sitte v. Bamako de Muze zeigen – doch es sollten noch zehn weitere Paare folgen, die ihm den Sieg streitig machen wollten. Am Ende reichte es für den Schweizer, Sieg im Longines FEI Jumping World Cup™ presented by Sparkasse (0/42,21 Sekunden). Nach seiner langwierigen Rückenverletzung im vergangenen Jahr kämpft er sich langsam wieder zu alter Form zurück: „Das ist natürlich eine tolle Motivation auf diesem Weg zurück, eine gute Bestätigung für das ganze Team, das Pferd und mich. Ein toller Tag!“, freut sich Guerdat.

Simon Delestre, der im Vorjahr ebenso Rang zwei in dieser Prüfung belegen konnte, hatte eigentlich nicht unbedingt mit einer Wiederholung dieses Erfolgs gerechnet. Für seinen zehnjährigen Gatsby du Tillard v. President war es das erste Springen dieser Größenordnung, den Parcours schätze der Franzose für seinen jungen Fuchs als durchaus anspruchsvolle Aufgabe ein. Nach fehlerfreiem Umlauf passte dann im Stechen einfach alles, Platz zwei für das Paar (0/43,25 Sekunden).

Als bester Deutscher konnte heute Gerrit Nieberg überzeugen. Sein Ping Pong van de Lentamel v. Emerald fällt nicht nur durch seine außergewöhnliche Farbe, sondern auch durch gute Leistungen auf, heute mit Platz drei (0/44,54 Sekunden). Das Ziel des Deutschen für diese Saison ist klar: Die Heim-WM in Aachen im August.

Nur eine Haaresbreite langsamer als Nieberg waren Colonello v. Colestus und der Norweger Johan-Sebastian Gulliksen (0/44,60 Sekunden). Zweitbester Deutscher wurde Mario Stevens im Sattel von Starissa FRH v. Stakkato Gold (0/47/13 Sekunden). Am ehesten mit Guerdats Stechzeit mithalten konnte Reitmeister Michael Jung: 42,24 Sekunden benötigten er und der erst neunjährige Fischerheros Z v. Hotspot. Ein Abwurf bedeutete am Ende Rang sechs für das Paar. Den siebten Platz gab es für Philipp Schulze Topphoff und seine Carla NRW v. Potsdam NRW (4/44,06 Sekunden).

Die beiden sächsischen Paare Michael Kölz mit Cellato sowie Marvin Jngel mir Don Corleone Z galoppierten nach absolut sehenswerten Runden, in denen leider jweils zwei Stangen fielen, auf die Plätze 23 und 24.

Die PARTNER PFERD 2026: Rundum gelungen! Wir sehen uns im nächsten Jahr!
Sehr zufrieden zeigten sich die Veranstalter der nunmehr 28. PARTNER PFERD am 15.-18. Januar 2026 in Leipzig. 78.600 Besucherinnen und Besucher waren in diesem Jahr dabei – das stellt eine erneute Steigerung im Vergleich zum Vorjahr dar. Martin Buhl-Wagner, Geschäftsführer der Leipziger Messe zieht Bilanz: „Wir können natürlich rundum zufrieden sein, auch bei den Zuschauern sieht man nur zufriedene Gesichter. Unsere Ausstellerbefragung zeigt aber auch, dass dort die Zufriedenheit ebenso groß ist. 96 Prozent haben dort angegeben, wiederkommen zu wollen, 99 Prozent würden die Veranstaltung weiterempfehlen – die PARTNER PFERD liefert einfach!“. Volker Wulff, Geschäftsführer von EN GARDE Marketing kann sich nur anschließen: „Der herausragende Sport hier begeistert die Zuschauer einfach immer wieder, das freut uns natürlich enorm.“ Auch der Präsident des Landesverbandes Pferdesport Sachsen e.V. ist stolz, zum einen solch ein Weltklasse-Event in Sachsen beheimatet zu wissen, zum anderen über die beeindruckende Zahl an Erfolgen für die sächsischen Springreiten mit ihren besten Pferde – sei es in den nationalen Prüfungen, den Nachwuchs- oder Youngster-Prüfungen oder mit zwei Paaren in der 5*-Weltcup-Tour.

Save the date: 29. PARTNER PFERD 14.-17. Januar 2027 in der Leipziger Messe.

Quelle: Pressedienst der PARTNER PFERD