Erstmals fungierte der Standort Prussendorf und damit der PSV Sachsen-Anhalt e.V. als Ausrichter der Süddeutschen Ponymeisterschaften und Nachwuchschampionate. Vom 10.-12. Oktober lud er gemeinsam mit dem LVP Sachsen und dem Thüringer RuF-Verband zu dem süddeutschen Championat der Pony-Dressur- sowie Springreiter ein.

Neben Meisterschaftstouren auf dem Niveau der Kl. L bzw. dem Springfinale über M zu der auch ein Mannschaftsspringen Kl. L sowie eine Teamwertung in der Dressur gehört, war auch das seit einigen Jahren etablierte Süddeutschen Nachwuchschampionat, eine Nachwuchstour auf dem Niveau der Kl. A, ausgeschrieben. Ergänzt wurde dies um Einsteigerprüfungen der Kl. E.

Neben den Ausrichtern aus Sachsen-Anhalt, war auch der Landesverband Sachsen mit zahlreichen helfenden Händen, u.a. aus dem Jugendteam Sachsen, vor Ort, um zum Gelingen der Veranstaltung beizutragen. Die jungen Engagierten kümmerten sich dabei u.a. um die Ausgestaltung des Länderabends mit einem Team-Spiel bei der „Team Champion Süddeutsche Ponymeisterschaften 2025“ gekürt wurde.

DRESSUR

Süddeutsche Ponymeisterschaft
Grandioser Platz 5 für Therese Billig aus Sachsen
In der Einzelwertung der Süddeutschen Ponymeisterschaft lieferte die Baden-württembergerin Maya Wächter über alle drei Teilprüfungen hinweg konstant gute Leistungen ab. Platz zwei in der ersten und Siege in der zweiten und dritten Wertungsprüfung bedeuteten am Ende den Titelgewinn „Süddeutsche Ponymeisterin Dressur“ und die Goldmedaille. Silber und Bronze ging nach Hessen und Rheinland-Pfalz.

Mit nur 0,2 Punkten dahinter platzierte sich Therese mit ihrer Erfolgsponystute Goldmarie P aus Sachsen auf einem beachtlichen 5ten Platz der Meisterschaftswertung. Das Paar machte bereits in den ersten beiden Wertungsprüfungen von sich reden und zog souverän ins Kürfinale am Sonntag ein. Die tollen Ritten wurden mit Ergebnissen über 70% und Platzierungen als Achte (1. Wertung / 70,171%) sowie Vierte (2. Wertung / 71,301%) im sehr starken Starterfeld belohnt. Im Kürfinale der besten 12 Paare spielten die beiden als einziges mitteldeutsches Paar ihre Routine aus und tanzten zu den Klängen von ABBA mit viel reiterlichem Geschick und gezielten gesetzten Highlights in ihrer schweren Kür durchs Viereck. 73,083% und Platz Fünf waren hier das Ergebnis sowohl in der Kür Kl. L**  als auch in der konkurrenzstarken Gesamtwertung.

Auch Larissa Weber erritt sich im Sattel von Stienbüschen Nanchino einen 5ten Platz im Finale. Im kleinen Finale, ebenfalls als Kür Kl. L** ausgeschrieben. Das sympathische Paar, denen leider knapp kein Einzug ins Finale der besten 12 gelang, glänzten mit einer sehr harmonischen Kür, die die Stärken der beiden sehr gut zur Geltung brachte. In den vorangegangenen ersten beiden Wertungsprüfungen vergaben die Richter eher verhaltene Prozente um 68%, die in der sehr starken Konkurrenz keine weitere Platzierung ergab. In der Gesamtwertung erritt Larissa Rang 19.

Ebenfalls in der Meisterschaftstour für Sachsen und damit Mitteldeutschland am Start waren Cora Merwitz mit ihrem Schleifensammler Gaviano S sowie Leila Steinbrich mit Cherrytree. Insbesondere Cora und ihr schicker Wallach konnten nicht an die gewohnten Leistungen dieser Saison anschließen und blieben leider hinter ihren Möglichkeiten. Das Paar sammelte in ihrre ersten gemeinsamen Saison in den Wertungsprüfungen als auch dem kleinen Finale wichtige Championatserfahrung für ihre gemeinsame Entwicklung. Leila und Cherrytree  starteten mit über 68% in der ersten Wertungsprüfung verheißungsvoll in das Meisterschaftswochenende. Leider war den beiden das Glück nicht holt und sie scheiden am zweiten Tag aufgrund Verreitens aus der Wertung aus. Die beiden sächsischen Paare die Gesamtwertung auf Rang 27 und 28.

Mannschaftwertung
Baden-Württemberg nicht zu schlagen
An der vorgestellten Dressurmannschaft aus Baden-Württemberg führte kein Weg vorbei. Maya Wächter, Carla Müller, Kim Marie Hauß und Emma Burkart sicherten sich die Goldmedaille vor den Mannschaften aus Rheinland-Pfalz und Hessen. Auch Sachsen stellte in diesem Jahr eine Mannschaft. Unter der Leitung von LT Manfred Kröber mit Therese Billig, Larissa Weber, Cora Merwitz und Leila Steinbrich verheißungsvoll besetzt, lief das Wochenende nicht ganz nach Plan und die vier Amazonen rangierten letztendlich auf Rang acht.

Süddeutsches Pony-Nachwuchschampionat
Pia Lehmann aus Sachsen glänzt auf Platz 5
Im Ponynachwuchschampionat der Dressur siegte die Hessin Lea Mayr vor Marla Benkö aus Bayern und Sophia Bäuerle aus Baden-Württemberg. Beste Reiterin aus Mitteldeutschland war hier Pia Lehmann aus Sachsen mit Domino. Im leistungs- und zahlenmäßigen Feld der 36 Paare setzte sie bereits in der ersten Wertungsprüfung ein Zeichen und platzierte sich mit einer 8,1 auf dem dritten Rang und ritt auch ihr zweites Pony Sir Felix als 10te in die Platzierung. Auch in den weiteren zwei Wertungsprüfungen rangierten Pia und Domino als 8te bzw. 9te in der Platzierung und konnten mit Noten an der 8,0 von sich überzeugen. In der Gesamtrangierung des Süddeutschen Pony-Nachwuchschampionates glänzten die beiden damit mit minimalen 0,3 Punkten Rückstand zum Treppchen auf Platz fünf.

Für Sachsen starten zwei weitere junge Talente im Süddeutschen Nachwuchschampionat. Luna Marie Schmidt mit Gitano und Melia Untenzu mit TI Dancing Glam. Beide Paar präsentierten sich mit soliden Ritten knapp unter 7,0 in drei bzw. zwei Wertungsprüfungen und erritten die Ränge 26 und 28 des Championats.

Einsteigertour
Die Einsteigertour der Dressur war die Sächsin Anselma Zimmermann am Start und konnte sich mit ihrem No Mercy und auf den fünften Rang platzieren.

SPRINGEN

Süddeutsche Ponymeisterschaft
Sächsin Lena Merx wird Süddeutsche Vizemeisterin
Die Einzelwertung Springen und damit den Titel „Süddeutsche Ponymeisterin Springen“ gewann Luisa Sophie Roth mit Baileys für den LVP Baden-Württemberg. – Der Ponywallach Baileys ist in Mitteldeutschland kein Unbekannter, brachte ihn doch die Sächsin Fabienne Bender in den Sport und bestritt mit ihm ihre erfolgreiche Ponyzeit. – Mehr als erfolgreich lief es auch für die Sächsin Lena Merx in Prussendorf. Sie glänzte im Sattel ihres Fuchswallachs Dillon im sehr starken Feld der 31 Paare und holte sich den Titel der Süddeutschen Vizemeisterin. Nach durchweg fehlerfreien Runden und Platzierungen auf Platz acht und Platz vier der ersten beiden Wertungsprüfungen, krönte sie die Finalprüfung mit dem zweiten Platz nach einem schnellen und fehlerfreien und phänomenal gerittenen Stechen, was dann im Gesamtergebnis ebenso Platz zwei und die Silbermedaille zur Folge hatte. Rang drei ging an Milena Helly aus Hessen.

Tolle Nullrunden und eine Platzierung erritt sich auch die zweite Sächsin in der Meisterschaftstour Irmely Zimmermann mit Aarvandt. Nach Platz elf in der ersten Wertungsprüfung und Rang 13 in der zweiten Wertung, trat die noch sehr junge Reiterin trotz Startplatz im Finale über M* mit dem springgewaltigen Ponyhengst in diesem Jahr noch nicht an, sondern entschied sich für die dritte Wertungsprfg des Nachwuchschampionats, welche das talentierte Paar mit lediglich einem Zeitfehler auf Platz sieben beendete.

Mannschaftswertung
Platz vier für Team Sachsen-Anhalt I
Anders als bei der Dressur, wird die Mannschaftswertung im Springen i.R. einer ausgeschriebenen Pony-Mannschaftsspringprüfung Kl. L ausgetragen. Hier hatte die Mannschaft aus Hessen mit den jungen Amazonen Milena Helly, Luna Emilia Koch, Vivien Friedl und Ella Gümmer die Nase vorn und siegte vor Bayern und Baden-Württemberg auf den Plätzen zwei und drei. Auf Platz vier folgten die Vorjahressieger, die Mannschaft aus Sachsen-Anhalt. Bereits mehrfach auf dem Treppchen stehend, war auch Sachsen hochmotiviert, erneut nach vorn zu reiten. Leider war dem Team um LT Manfred Kröber, bestehend aus Kurt Wojtech, Fenja Niesel und Irmely Zimmermann sowie Lena Merx, in diesem Jahr das Glück nicht holt. Während Kurt sein Pony noch mit vier Fehlerpunkten ins Ziel brachte, konnten seine Teamkolleginnen den anspruchsvollen Parcours leider nicht beenden, so dass die vierte sächsische Teamreiterin Lena Merx gar nicht mehr an den Start ging.

Süddeutsches Pony-Nachwuchschampionat
Silbermedaille für Fenja Niesel aus Sachsen
Im Nachwuchschampionat Springen siegte der Hesse Gerrit Aleksander Welz-Altrock. Aber auch hier stand ein sächsisches Paar an zweiter Stelle und galoppierte zum Titel des Süddeutschen Vizechampions: Fenja Niesel und Nala. Im Sattel der quirligen Stute ist auch Fenjas Bilanz eine weiße Weste für ausschließlich fehlerfreie Runden in den drei Wertungsprüfungen. Mit einer 8,4 und Platz vier erfolgreich in das Wochenende startend, kamen zwei zweiten Plätzen hinzu und die Silbermedaille in der Gesamtwertung war in trockenen Tüchern. Rang drei und damit die Bronzemedaille ging an Ida Schiener aus Bayern.

Aus Sachsen konnte außerdem Charlotta Diana Stolze mit ihrer Dina Dira RB von sich überzeugen und nach zwei Platzierungen für Nullrunden in der zweiten und dritten Wertungsprüfung hieß das Ergebnis in der Gesamtwertung Platz sieben im starken Konkurrenzfeld. Luna Marie Schmidt, wiederum ein Talent aus Sachsen, welches in Dressur und Springen am Start war, schaffte es im Sattel von Cierow im Nachwuchschampionat unter die Top-Ten. Die beiden stiegen übrigens genau wie Fenja mit einer starken 8,4 und Rang vier in der ersten Wertungsprüfung ins Wochenende ein.

Schaut man in den Top-20 des Nachwuchschampionats weiter, so belegten die Plätze 15 bis 18 ebenfalls Ponyreiter aus den Mitteldeutschen Verbänden, Rang 17 und 18 gingen nach Sachsen. Kurt Wojtech konnte auf seiner Phochonta in der zweiten Wertungsprüfung mit schneller Zeit und fehlerfreier Runde einen starken dritten Platz für sich verbuchen und stand im Endklassement auf Rang 17. Ebenfalls aus Sachsen folgte schließlich noch Irmely Zimmermann mit Q’s Black Balou auf Rang 18. In der Finalprüfung konnte sie sich mit nur einem ärgerlichen Zeitfehler Rang sieben sichern.

Einen tollen Einstieg mit einer glatten 8,0 und Platz zehn in der ersten Wertungsprüfung hatte Julian Bregenzer mit Daria für Sachsen. Leider schied das talentierte Paar in der zweiten Wertungsprüfung aus. Als weitere Reiterin für den Landesverband Sachsen ging auch Frida Kynast an den Start. Sie schied mit Jelly Bean leider aus der Wertung aus. Zwar in der Championatswertung nicht berücksichtigt, aber in den einzelnen Prüfungen startberechtigt brachten die Sächsinnen Luna Marie Schmidt mit Schirocco, Irmely Zimmermann mit Romina Gold sowie Charlotta Diana Stolze mit Wiesenguts Trudi zwei Ponys an den Start.

Einsteigertour
Auch im Springen gab es die Einsteigertour in der erneut Anselma Zimmermann an den Start ging. Nachdem sie schon in der Dressur für Sachsen ihr Können gezeigt hat, konnte das auch im Springen tun und platzierte sich im Gesamten auf Rang sieben.