Genau 14 Jahre nach ihrer WM-Premiere und dem Gold-Medaillengewinn bei den Weltmeisterschaften der Zweispänner 2011 – damals 23-jährig und als Angestellte des Fahrstalls Sandmann, nahm die für Sachsen startende Fahrerin Carola Slater-Diener am vergangenen Wochenende zum mittlerweile fünften Mal an Weltmeisterschaften der Zweispännerfahrer teil. Vom 20.-24. August reiste sie zusammen mit ihren drei Pferden Lando CD, Lewis CD und MacLaren RSH ins niederländischen Beekbergen  Für die beiden selbstgezogenen Schweren Warmblüter Lando und Lewis war es die dritte WM-Teilnahme an den Leinen von Carola.

Aufgrund ihrer sehr guten Vorleistungen und dem kurz vorher erfahren Deutschen Meisterstitel wurde Carola für die deutsche Mannschaft nominiert. Zusammen mit Anna Sandmann (Lähden) und Lars Schwitte (Südlohn) trat sie im Team Germany mit klaren Medaillenambitionen an.

Und das wurde auch bei allen einzelnen Prüfungen deutlich: Carola fuhr ihre Pferde in allen Prüfungen absolut grandios. Zwar war die Benotung der Richter in der Dressur noch etwas verhalten, so dass Carola von Rang 33 im Feld der 90(!) Gespanne ins Gelände startete. Carola war schon am ersten Dressurtag gestartet und stellte die Pferde Lewis CD und MacLaren RSH vor. „In ihrer Dressur war kein einziger Fehler, vielleicht fehlten ein bisschen die Höhepunkte“, so die Analyse des deutschen Cheftrainers Karl-Heinz Geiger.

Im Gelände pilotierte sie ihr Gespann mit den Pferden Lando CD und MacLaren in absoluter Weltklasse durch die schweren Hindernisse. Das grandiose Ergebnis von Platz sieben lautet hier das Ergebnis und dadurch eine Verbesserung in der Zwischenwertung auf Platz 12 vor dem abschließenden Kegelfahren. Alles war noch möglich. Auch für das deutsche Team, das „over night“ auf dem Silberrang lag.

Im anspruchsvollen Kegelfahren am Sonntag glänzte Carola erneut und setzte auf ihr Geländegespann. Als erste deutsche Teamfahrerin blieb sie mit den Pferden Lando CD und MacLaren ohne Hindernisfehler, aber leider mit knappen 7,8 Zeitstrafpunkten auf dem Konto. Lediglich dem direkt vor ihr startenden Schweizer Marcel Luder gelang eine fehlerfreie Fahrt im Kegelparcours.

In der Gesamtwertung konnte die sympathische Fahrerin vom RFV Greifenhain damit noch einen Platz gutmachen und die WM als beste Deutsche auf dem 11 Platz der 90 Gespanne aus 22 Nationen abschließen.

„Carola hat wieder super abgeliefert, sie war bei der WM voll fokussiert und wie schon bei der letzten WM wieder die beste Deutsche“, lobte Cheftrainer Karl-Heinz Geiger.

Fast hätte es am Sonntag mit der Teammedaille noch geklappt, aber am Ende fiel ein Ball zu viel vom Kegel. So verpasste das deutsche Zweispänner-Team um 1,51 Punke ganz knapp eine Medaille und beendete die WM auf Rang vier (312,81) hinter den Ungarn (Gold/286,61), Großbritannien (Silber/305,66) und dem Gastgeber Niederlande (Bronze/311,30), die in dieser Reihenfolge auch die Einzelmedaillengewinner Martin Hölle (HUN), Roger Cambell (GBR) und Stan van Eijk (NED) stellten.

„Platz vier ist natürlich ärgerlich, wir hätten uns schon eine Medaille erhofft, aber es war klar, dass das auch schwer werden würde“, so das Fazit von Cheftrainer Karl-Heinz Geiger, der bei der Weltmeisterschaft in Beekbergen den Disziplin-Trainer der Zweispänner Edouard Simonet als Equipechef unterstützte.

Herzlichen Glückwunsch liebe Carola! Ganz Sachsen gratuliert Dir und deinem Team von Herzen zu deinem Erfolg bei der WM 2025! Auch hier hast du mit deiner zielstrebigen Art mit viel Ruhe und Übersicht gezeigt, dass fokussiertes, korrektes Fahren ohne viel Tamm Tamm „reicht“, um als beste deutsche Fahrerin eine WM abzuschließen! Wir sind sehr stolz und dankbar, solch ein tolles Vorbild für unsere Fahrsportjugend und Aushängeschild für Sachsen zu haben.