Vom 17. bis 19. April 2026 wurde der Reit- und Fahrverein Fürstenwald erneut zum Zentrum des deutschen Vierkampfsports. Bei der Deutschen Meisterschaft im Vierkampf sowie dem Bundesnachwuchsvierkampf „Deutschlandpreis der Nachwuchsvierkämpfer“ trafen sich die besten Nachwuchsathletinnen und -athleten aus zwölf Landesverbänden in Hessen.
Mit dabei waren auch zwei sächsische Teams.

Die Schwimmdisziplin über 50 Meter Freistil wurde im nahegelegenen Hofgeismar im Bad am Park ausgetragen, während die Reitprüfungen auf der Anlage „Pavel“ in Calden stattfanden. Der Geländelauf direkt gegenüber stellte wie gewohnt eine der anspruchsvollsten Teilprüfungen des Wettkampfes dar.

Deutsche Meisterschaft Vierkampf
Für den Landesverband Sachsen gingen Sophie Morgner, Hanna Tunger, Cora Kropf, Lisa Horlbeck und Mila Jeske an den Start, wobei Mila als Ersatzreiterin fungierte. Das noch sehr junge Team, das von Mannschaftsführerin Simone Bothe vor Ort betreut wurde, hatte es im nationalen Vergleich der 13 Teams schwer.

Nach tollen Leistungen im Schwimmen am ersten Tag – beste Sächsin und 14. national wurde Cora Kropf – hatten unsere Sachsen die Pferde des Teams aus Sachsen-Anhalt für die Dressur am Samstag gelost. Kein Glücksgriff, wie sich herausstellen sollte, da das Pferd von Cora bockte, sie abwarf und sie damit als Streichergebnis fungierte. Mit dem Fehlen ihrer sonst so konstanten Leistung war dies ein Rückschlag für das sächsische DM-Team.

Die beste Dressurnote erritt Sophie Morgner mit 7,7. Nach dem Mittag ging es auf die Laufstrecke, wo weitere Punkte erlaufen werden mussten. Beste Läuferin wurde Sophie Morgner mit sensationellen 12:06 min über 3000 m als 8. im bundesweiten Vergleich.

Nach den ersten drei Teildisziplinen ging das Team Sachsen bei der DM als Overnight-Platz 11 in das abschließende Springen am Sonntag. Hier hatten die Sachsen die Pferde aus Bayern gelost. Zwar präsentierten sich unsere vier Reiterinnen solide und Lisa Horlbeck mit der Wertnote 7,8 am besten, jedoch gelang es nicht, in die Top Ten vorzurücken.

So beendete das sächsische Team die diesjährige Deutsche Meisterschaft auf Platz 11, analog zum Vorjahr. Der Sieg ging an Westfalen vor Rheinland-Pfalz und Bayern.

In der Einzelwertung erreichte Sophie Morgner als beste Sächsin einen starken 22. Platz in der Gesamtwertung. Hanna Tunger belegte Platz 40, gefolgt von Lisa Horlbeck auf Rang 41 und Unglücksrabe Cora Kropf auf Platz 52.

Bundesnachwuchsvierkampf
Im Bundesnachwuchsvierkampf traten 13 Mannschaften an, darunter Sachsen mit einem jungen Team aus Lina Tunger, Lisbeth Kirchhoff, Ole Burkhardt, Emma Helbig und Momo Schütze, wobei Momo Schütze als Ersatzreiterin fungierte.

Die Nachwuchsreiterinnen und -reiter zeigten in allen vier Disziplinen großen Einsatz und legten bereits im Schwimmen als erster Disziplin eine phantastische Ausgangslage hin: Lina Tunger schwamm mit 35,1 sec allen davon und wurde beste Schwimmerin bundesweit, Emma Helbig schwamm als 9. ebenfalls noch in die Top Ten der 52 U14-Vierkämpfer. Große Freude und zusätzliche Motivation für die Mannschaftsdressur am Samstag. Hier glänzte insbesondere Emma Helbig mit der Wertnote 8,2 und wurde nicht nur beste Sächsin, sondern auch 8. national. Glänzend lief es für das sächsische Team auch auf der Laufstrecke am Samstagnachmittag. Beste Läuferin wurde hier Lina Tunger mit grandiosen 8:15 min über 2000 m als 4. bundesweit. Fantastisch.
Nach den ersten drei Teildisziplinen ging das Team Sachsen des Bundesnachwuchsvierkampfs als Overnight-Platz 3 in das abschließende Springen am Sonntag. Ein Platz auf dem Treppchen war zum Greifen nahe. Leider gelang dies trotz wirklich toller Ritte und 7er-Noten um Haaresbreite nicht, und unser Team Sachsen musste sich um 34 Punkte dem Team aus dem Rheinland geschlagen geben und rutschte auf Platz 4. Der Sieg ging an Westfalen vor Hessen I auf Platz zwei.
In der Einzelwertung erreichte die erst 12-jährige Lina Tunger als beste Sächsin und wohl größte Nachwuchshoffnung einen grandiosen 5. Platz in der Gesamtwertung, knapp gefolgt von Emma Helbig auf Platz 13. Lisbeth Kirchhoff belegte den 23. Platz und Neuling Ole Burkhardt kam auf Rang 49.

Natürlich fehlte auch der traditionelle Länderabend am Samstag nicht, bei dem die Aktiven, Eltern und Betreuer der teilnehmenden Bundesländer zusammenkamen und die jeweils Besten der einzelnen Disziplinen ausgezeichnet wurden.

Der Vierkampf bestätigte erneut seinen hohen sportlichen Anspruch und bot den sächsischen Nachwuchsathletinnen und -athleten wichtige Erfahrungen auf nationaler Ebene.

„Die sächsischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die zum größten Teil vom Dorfstädter PSV e.V., aber auch vom RFV Lengenfeld e.V. und PSV Auerbach/Sorga e.V. kamen, zeigten im Vorfeld bei zahlreichen Sichtungen und Trainings sowie vor Ort absoluten Kampfgeist und Einsatzbereitschaft und wirklich herausragende Leistungen, von denen einige sogar die Vorleistungen noch getoppt haben. Eine tolle Truppe mit erfahrenen Vierkämpfern, aber auch Neulingen. Alle haben ihr Bestes gegeben und jeder kann stolz auf sich sein. Wir sind es auf jeden Fall und es freut mich, dass wir solche motivierten Pferdesportler in Sachsen haben, die sich auch von einer sehr bergigen Laufstrecke oder einem bockenden Pferd nicht abschrecken lassen“, blickt Daniel Schwieder, Landesjugendwart und Vierkampfverantwortlicher, zufrieden auf die Bundesveranstaltung zurück.

Ein großer Dank geht an alle Verantwortlichen, Trainer, Eltern und natürlich die tollen Vierbeiner, die dieses große Erlebnis auch dieses Jahr wieder möglich gemacht haben.