Beim Sichtungsturnier zum Preis der Besten am 10.–12. April in Kronberg gingen drei sächsische Reiterinnen an den Start, die sich zuvor bei den Sichtungslehrgängen in München, Schenefeld und Ansbach für eine Teilnahme empfohlen hatten. Die Ausschreibung sah für die Paare jeweils zwei Prüfungen mit internationalen Dressuraufgaben der FEI vor.
Bei den Jungen Reitern lag der Fokus auf dem sächsischen U21-Paar Johanna Bubeck mit Da Vinci Code. Bereits am Freitag in der ersten Prüfung zeigten die beiden eine solide Runde und belegten mit 67,237 % den 12. Platz unter 20 Startern. In der zweiten Prüfung am Sonntag blieb das Paar mit 65,263 % und Rang 16 hinter den eigenen Erwartungen zurück, konnte jedoch wertvolle Erfahrungen auf diesem Niveau sammeln.
In der Altersklasse Children der U14-Reiter startete Melia Untenzu mit Der Goldschatz. Am Samstag war das Paar noch etwas schüchtern unterwegs und sichtlich beeindruckt von der großen Kulisse. Der Ritt wurde durch die motivierende Kommentierung von Frau Roost positiv begleitet, was Melia sichtbar half. Am Sonntag zeigte sich das Paar bereits beim Abreiten deutlich mutiger und mit mehr „Go“ im Viereck. Diese Entwicklung führte zu einer sehr harmonischen und ausdrucksstarken Runde, die mit über 70 % belohnt wurde. Zudem erzielte Melia die beste technische Note aller Children-Reiter im gesamten Starterfeld – ein herausragender Entwicklungsschritt für das noch junge Paar im nationalen Vergleich.
In der Ponytour trat Therese Billig mit ihrer Ponystute Goldmarie P an. Der Auftakt der ersten Prüfung am Samstag verlief zunächst gewohnt ausdrucksstark, im weiteren Verlauf wurde das Pony jedoch zunehmend vorsichtiger, sodass die Tritte und Sprünge an Ausdruck verloren und die Benotung deutlich unter der gewohnten blieb. Im Anschluss zeigten sich gesundheitliche Probleme, sodass das Paar verantwortungsbewusst auf einen vorzeitigen Abbruch und die Rückreise entschied. Wir wünschen Goldmarie P eine schnelle und gute Erholung.
Trotz der sehr unterschiedlichen Verläufe war das Sichtungsturnier in Kronberg für alle drei Paare ein wichtiger Leistungstest. Wir gratulieren sehr herzlich und freuen uns besonders über die deutliche Leistungssteigerung von Melia Untenzu sowie die Platzierung von Johanna Bubeck. Therese Billig wünschen wir für die Genesung von Goldmarie P alles Gute. Wir sind gespannt, welches Paar bzw. welche Paare Sachsen beim Preis der Besten 2026 vom 8. bis 10. Mai in Warendorf vertreten dürfen.